Landratswahl Coburg 2019

Als gebürtiger Coburger, der in Untersiemau im südlichen Landkreis Coburg aufgewachsen ist und hier bis 2004 zuhause war, hatte es für mich natürlich einen besonderen Reiz gehabt, die Anfrage des ÖDP Kreisverbandes Coburg-Kronach, welche mich Mitte Oktober 2018 erreichte,  positiv zu beantworten. Sehr gerne kandidiere ich für den Posten des Landrats des Landkreises Coburg.

Neben meiner Familie stellt für mich immer noch insbesondere die Musik (Project J) eine zweite persönliche Verbindung in den Landkreis Coburg dar. Hinzu kommen gute und regelmäßige Kontakte zum Kreisverband Coburg-Kronach der ÖDP. Bis Mai 2015 war ich auch beruflich noch um und in Coburg verortet gewesen. Von meinem neuen Heimatort Seltendorf im Landkreis Sonneberg fahre ich ins Coburger Landratsamt mit dem PKW lediglich etwa 15 Minuten.

Ich betrachte seit meiner Kindheit jeweils den größten Teil der Landkreise Hildburghausen und Sonneberg als Teil des historischen Coburger Landes, der Pflege Coburg, der ehemaligen kursächsischen Ortslanden zu Franken der Wettiner, des Itzgründischen Sprach- und Kulturraums. Ich vertrete u.a. deshalb die Ansicht, dass Coburg wesentlich mehr mit Sonneberg und Hildburghausen verbindet, als mit Bamberg, Lichtenfels und Kronach. Die politischen Veränderungen 1919/1920 waren es nicht gewesen, die ein spürbares Auseinanderleben entlang der heutigen Ländergrenze verursachten. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf die ehemalige Deutsche Teilung zurückzuführen, welche die Grenze zwischen zwei politischen, wirtschaftlichen und militärischen Machtblöcken mitten durch eine historisch gewachsene Kulturlandschaft im Norden Frankens zog. In diesem Kontext sehe ich auch mein Engagement seit 2013 als Gründer und  Vorsitzender des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken e.V.. Aus dieser Tätigkeit würde ich vor allem den Einsatz für den Eisenbahnlückenschluss Südwestthüringen-Oberfranken (Werrabahn) in meine Tätigkeit als Landrat des Landkreises Coburg mitnehmen. Hier geht es aktuell vor allem darum, die hohe Wirtschaftlichkeit dieses Projekts besser zu belegen und damit die nicht den Tatsachen entsprechenden Behauptungen des Bayerischen Verkehrsministeriums zu widerlegen. Ich spreche mich ab sofort eindeutig für die Variante über Bad Rodach aus.

Mehr konkrete Projekte will ich erst einmal gar nicht in den nun begonnenen Wahlkampf mitnehmen. Allerdings werde ich mich im Laufe des Wahlkampfs natürlich noch zu weiteren aktuell für den Landkreis Coburg relevanten Themen, die den ÖPNV im Allgemeinen und das geplante neue Coburger Klinikum, äußern, Ich betrachte die Tätigkeit als Landrat als Dienst an den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Coburg. Meine gute Menschenkenntnis, meine Erfahrung mit verschiedenen Leitungsfunktionen, meine Fähigkeit zum analytischen Denken verbunden mit klaren Zielvorstellungen, meine umfangreichen Erfahrungen aus meinem Berufsleben mit Projektarbeit und dem Umgang mit externen Dienstleistern und Partnern und meine mittlerweile nennenswerte politische Erfahrung will ich vor allem und ausschließlich nutzen, um als überzeugter (Basis-)Demokrat einen neuen Stil in Politik und Verwaltung des Landkreises Coburg zu etablieren, welcher ganz klar und eindeutig ausschließlich die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern, und nicht die von Parteien, deren Kreisverbänden, Parteifreunden, Wirtschafts- und anderen Lobbyisten, usw., vertritt.

Profitieren wird der Landkreis Coburg insbesondere auch dadurch, dass ich nach mehr als fünf Jahren überparteilichem politischen Engagement im heutigen Südthüringen dort einen guten Einblick bekommen habe. Dies wird von großem Vorteil für das Coburger Land sein, da u.a. insbesondere am Arbeitsmarkt sehr großen Veränderungen anstehen, die eine ernsthafte Gefahr für die Wirtschaft im Landkreis Coburg darstellen werden.

Mehr über mich bzw. meine Person erfahren Sie auf dieser Webseite unter Über mich.

Natürlich kandidiere ich als Außenseiter. Die ÖDP ist mit derzeit zwei Sitzen im Kreistag mit Fraktionsstatus, zusammen mit der FDP, im Landkreis Coburg gut etabliert und fand zuletzt mit dem durch die ÖDP initiierten und erfolgreichen Einsatz gegen den VLP bei Neida viel Anerkennung in der Bevölkerung. Deshalb halte ich ein vor dem Komma zweistelliges Ergebnis durchaus für realistisch. Sollte es viele Landratskandidaten geben, was sich gerade andeutet, dann ist der Einzug in eine Stichwahl durchaus möglich. Da würde es dann spannend werden!

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