REGIOMED und Klinikum Coburg

Das jüngste und erste Defizit in der Geschichte des länderübergreifenden Klinikverbunds REGIOMED (ca. 4 Mio. € bei einem Jahresumsatz von mehr als 300 Mio. €) ist wohl tatsächlich ausschließlich auf Fehler seitens der Geschäftsführung zurück zu führen. Da dies so konkret nachvollziehbar ist, ist es auch recht einfach, diese Fehler zukünftig zu vermeiden.

Diese Problematik zeigt jedoch sehr deutlich auf, dass der Aufsichtsrat von REGIOMED dringend umstrukturiert werden muss. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater (Aussage Martin Stingl SPD) haben darin allerdings nichts zu suchen. Es müssen stattdessen u.a. die REGIOMED-Kliniken selbst als fachliche Komponente dort vertreten sein.

Man sollte sich aktuell darum bemühen den Fall trotz Brisanz des Themas i der öffentlichen Diskussion flach zu halten. Denn ein Rückgang von Patientenzahlen kann erhebliche negative wirtschaftliche Folgen haben.

Den geplanten Neubau eines neuen Klinikums in Coburg kann man unter Betrachtung aller relevanter Gesichtspunkte nicht ablehnen. Wichtig sind für diese Vorhaben folgende Punkte:

  • Kein Neubau auf der Grünen Wiese. Dieser muss auf Brachflächen, z.B. dem ehemaligen BGS-Gelände, erfolgen. Sollte es auf dem BGS-Gelände tatsächlich Altlasten geben, dann müssen diese fachgerecht entsorgt werden. Es wäre auch unverantwortlich, diese bis zum St.-Nimmerleins-Tag dort verrotten zu lassen.
  • Alle in einem eventuellem Campus zusammengefassten Einrichtungen müssen unter Trägerschaft von REGIOMED betrieben werden. REGIOMED darf nicht privatisiert werden.
  • Der Neubau eines Klinikums in Coburg darf nicht zur Schließung anderer Klinikstandorte von REGIOMED führen.
  • Der Neubau muss für eine Nutzungsdauer von mindestens 80 Jahren ausgelegt sein.
  • Die Neubau muss energietechnisch möglichst autark oder unter maximaler Nutzung regenerativer Energien geplant und realisiert werden.

Pressemitteilung vom 2.1.2019: Landratskandidat der ÖDP Neues Klinikum in Coburg Ja aber