ÖDP scheitert in Frankenblick an Unterschriften

ÖDP scheitert in Frankenblick an Unterschriften

Erstmals stellte die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) in Frankenblick eine Gemeinderatsliste und eine Bürgermeisterkandidaten auf. Da sie auch noch nicht im Bundestag und im Thüringer Landtag vertreten ist, musste sie jeweils 80 Unterstützungsunterschriften sammeln, damit deren Kandidaten auch auf dem Wahlzettel stehen können. Das ist jedoch mit jeweils nur gut der Hälfte der benötigten Unterschriften nicht gelungen.
„Unser Wahlantritt war erst dieses Jahr auf Grund von ausreichend neuen Parteimitgliedern in unserer Gemeinde möglich geworden. Deshalb trauern wir den fehlenden Unterstützungsunterschriften und dem misslungenen Wahlantritt nicht allzu sehr hinterher. Immerhin konnten wir mehr gültige Unterstützungsunterschriften als die Feuerwehr Frankenblick erreichen. Für uns ist dies nun der Startschuss im Sonneberger Hinterland aktiv politisch tätig zu werden und sich mit zukünftigen Aktionen für das Allgemeinwohl einzusetzen. U.a. das Thema Bildung einer Landgemeinde Schaumberger Land werden wir außerparlamentarisch weiter bearbeiten. Sollten wir in absehbarer Zeit im Sonneberger Hinterland auf zweistellige Mitgliederzahlen anwachsen, so wäre dann auch die Gründung eines Ortsverbandes denkbar.“, erklärt Martin Truckenbrodt aus Seltendorf, 1. stv. Landesvorsitzender der ÖDP Thüringen.
Die Sammlung der Unterstützungsunterschriften war dadurch erschwert gewesen, dass auch die neuen Wählergruppen Allianz für Frankenblick und Feuerwehr Frankenblick diese sammeln mussten. Nur erstere konnte die benötigte Anzahl an Unterschriften erreichen. „Es sind schon recht große Hürden, die zu nehmen sind. Rechnet man die vier Bewerber unserer Gemeinderatsliste, die zehn Unterzeichner des Wahlvorschlags und die 80 notwendigen Unterstützungsunterschriften zusammen, so ergibt sich bei einer Wahlbeteiligung von zuletzt 2012 etwa 70 % und einer Anzahl von etwa 5.400 Wahlberechtigten ein Stimmenanteil von 2,5 %, der bereits nur für den Antritt zur Gemeinderatswahl mobilisiert werden muss. Hätten wir 20 Kandidaten aufgestellt, wären es sogar 2,9 % gewesen. Ich bin der Meinung ein Prozent sollte eigentlich ausreichend sein. Aber 20 Kandidaten aufzustellen hat diesmal nicht mal die CDU geschafft. Die Linke hat sogar nur fünf Kandidaten aufgestellt.“, ergänzt Truckenbrodt.
Eine Wahlempfehlung möchten die Mitglieder der ÖDP nun nicht aussprechen. Gerade bei der Bürgermeisterwahl könne man diesmal nur das geringere Übel wählen. Den Kandidaten der Allianz für Frankenblick betrachtet Truckenbrodt als Populisten. Der jetzigen 1. Beigeordneten, Kandidatin der Partei Die Linke, fehle es oftmals u.a. an diplomatischem Feingefühl. Die parteilose Kandidatin der CDU hat zuletzt 2012 für Die Linke für den Gemeinderat kandidiert, was doch einen sehr starken Kurswechsel bedeute. Und die Kandidatin von SPD/Freie Wähler ist politisch ebenfalls ein noch sehr unbeschriebenes Blatt.
Abschließend dankt Martin Truckenbrodt allen Mitgliedern, parteilosen Kandidaten der Gemeinderatsliste und den aktiven Unterstützern der Wahlvorschläge für deren Engagement.

Teilweise zitiert im Freien Wort Sonneberg vom 25.4.2019.

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