Martin Truckenbrodt (ÖDP) möchte Bürgermeister in Frankenblick werden

Martin Truckenbrodt (ÖDP) möchte Bürgermeister in Frankenblick werden

Gemeinderatsliste für die Gemeindefusion im Sonneberger Hinterland entsteht

„Ich bin bereits von mehreren Bürgerinnen und Bürgern aus der Gemeinde Frankenblick gebeten worden, als Bürgermeister zu kandieren. Dies werde ich gerne tun.“ Mit dieser aktuellen Aussage sorgt der Seltendorfer für Klarheit. „16,3 Prozent in Seltendorf und Döhlau und 4,7 Prozent in der gesamten Gemeinde Frankenblick für mich als Direktkandidat bei der letzten Bundestagswahl im Oktober 2017 sind doch ganz gute Werte, auf die ich als Bürgermeisterkandidat aufbauen kann und möchte. Diese zeigen auch, dass mein bayerisch-fränkischer Migrationshintergrund im thüringisch-fränkischen Frankenblick wohl keine allzu große Rolle spielt. Das freut mich sehr!“
Im Moment wirbt Truckenbrodt um neue Parteimitglieder, sucht aber auch Bürgerinnen und Bürgern, die sich als parteilose Kandidaten für eine Gemeinderatsliste zur Verfügung stellen würden. Hauptanliegen dieser Gemeinderatsliste wird es sein, sich für eine Gemeindefusion im Sonneberger Hinterland einzusetzen. Hier sind sich alle bisherigen Interessenten einig. Bei dieser Fusion soll eine Landgemeinde Schaumberger Land entstehen. Diese würde u.a. den einzelnen Ortsteilen und Ortschaften wieder mehr Selbständigkeit ermöglichen, als dies heute der Fall ist. Mengersgereuth-Hämmern gehöre hier natürlich auch dazu. Die 2012 gegründete Gemeinde Frankenblick bezeichnet der ÖDP-Politiker als wenig sinnvolles Gebilde, u.a. weil es Schalkau und Bachfeld nicht berücksichtigte und als Verlierer ohne Entwicklungspotential dastehen ließ. Interessenten sollen sich zeitnah bei Martin Truckenbrodt melden. Falls es auch in Schalkau und Bachfeld ausreichend Interessenten geben sollte, wäre auch dort die Gründung einer entsprechenden Gemeinderatsliste denkbar.

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Veröffentlicht im Freien Wort Sonneberg vom 9.2.2019 auf Seite 9 (kostenpflichtiger Beitrag): https://www.insuedthueringen.de/region/sonneberg/Start-noch-vor-dem-Startschuss;art83453,6563097

Persönliches Resümee zur Landratswahl am 27. Januar 2019 im Landkreis Coburg

Für mich gehört es einfach und selbstverständlich dazu, in Form eines Resümees eine Rückmeldung zu geben.

Persönliches Resümee des Kandidaten Martin Truckenbrodt (ÖDP) zur Landratswahl am 27. Januar 2019 im Landkreis Coburg

Von mindestens drei Prozent im gesamten Landkreis war ich eigentlich schon ausgegangen gewesen. Gerundet zwei Prozent sind es nun geworden. Meine Nominierung war letztendlich ein Experiment gewesen, bei dem der ÖDP Kreisverband Coburg-Kronach und ich auf den kreis- und länderübergreifenden Aspekt und mein durchaus nennenswert erfolgreiches überparteiliches Engagement als Vorsitzender des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken e.V. für mich als Alleinstellungsmerkmal setzten. Dieses Experiment war nun schlichtweg nicht erfolgreich gewesen. Dies bestätigt für mich jedoch auch den Eindruck, den ich schon länger habe, dass man insbesondere im Landkreis Sonneberg schon wesentlich offener und selbstverständlicher in Richtung Süden schaut, als man dies von Coburg aus in Richtung Norden praktiziert.

Für mich als überzeugten Demokraten, Mitglied der meiner Meinung nach demokratischsten Partei Deutschlands, ist es schon bitter, dass der Kandidat der Rechtspopulisten und Rechtsextremisten, der zudem im Wahlkampf bei Landkreisthemen mit absolut Null Kompetenz glänzte, im Gesamtergebnis mehr als doppelt so viele Stimmen wie ich bekommen hat. Für mich zeigt dies ganz klar, dass Wählerinnen und Wähler hier eher wie zu einer Bundestags- oder Landtagswahl gewählt haben und somit der eigentliche Charakter als Personenwahl sehr stark auf der Strecke blieb. Das für ihre Partei nicht im Trend liegende Ergebnis von Dagmar Escher zeigt für mich, dass ansonsten sehr taktisch wählend die Wahl der Teilnehmer der Stichwahl im Vordergrund stand. Mit 1,89% lag mein Ergebnis immerhin doch über dem Ergebnis der ÖDP zur letzten Bayerischen Landtagswahl von 1,6%. Das zeigt mir auch, dass mein Ergebnis als Direktkandidat zur letzten Bundestagswahl im Südthüringer Wahlkreis 196 von 1,1% wirklich auch ein vergleichsweise gutes Ergebnis war. Denn der gesamte Landesverband Thüringen der ÖDP hat derzeit weniger Mitglieder als der Kreisverband Coburg-Kronach.

Immerhin in meiner alten Heimat Untersiemau und in der gerade entstehenden weiteren Hochburg der ÖDP in Bad Rodach konnte ich mit 4,78% und 3,56% den Kandidaten der Rechtspopulisten und Rechtsextremisten auf den letzten Platz verdrängen. Die alteingesessene ÖDP Hochburg Neustadt hat hingegen sehr lokalpatriotisch gewählt. Vielleicht können die 4,78% in Untersiemau nun auch Anlass für verstärkte Aktivitäten der ÖDP dort vor Ort sein? Vielleicht in Kooperation mit der UWG?

Die große Stärke der ÖDP ist, insbesondere in Bayern, die außerparlamentarische Arbeit. Keine andere Partei Deutschlands kann unter Nutzung direktdemokratischer Mittel so viele Erfolge auf Bundes- und Landesebene vorweisen, wie es die ÖDP kann. Im Landkreis Coburg war es zuletzt das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen den Verkehrslandesplatz bei Neida gewesen. Der nächste Erfolg auf bayerischer Ebene wird das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ sein. Nachdem die ÖDP Bayern als Initiator dieses Volksbegehren erfolgreich zur Zulassung durch das bayerische Innenministerium gebracht hat, ist nun in Form von Trägern und Unterstützern ein sehr breites Bündnis aus fast 200 Parteien und anderen Organisationen entstanden. Es wäre schön, wenn man dieses selbstlose und nur dem Allgemeinwohl dienende Engagement der ÖDP und ihrer unermüdlichen Mitglieder auch mal in der Form würdigen würde, dass man z.B. die undemokratische Fünf-Prozent-Sperrklausel bei Landtags- und Bundestagswahlen abschafft, die ja auch den jüngsten Aufstieg der Rechtspopulisten und Rechtsextremisten nicht verhindern konnte. Die Medien, hier insbesondere die Zeitungen, könnten dies auch zum Anlass nehmen uns sogenannten Kleinparteien während des Wahlkampfes wirklich den gleichen Raum wie den vermeintlichen Favoriten oder den sogenannten etablierten Parteien zu geben. Auch wenn ich hier bei der Coburger Landratswahl noch relativ gut behandelt wurde, ist doch auch hier ein deutliches Ungleichgewicht feststellbar gewesen. Denn es sollte unser aller Anliegen als Demokarten sein, dass wir der Politik- und Politikerverdrossenheit entgegenwirken und so den Extremisten am rechten und am linken Rand deren Nährboden entziehen. Alleine schon die Wahlbeteiligung von unter 50% sollte uns hierfür Antrieb sein. Für die Stichwahl am 10. Februar 2019 möchte ich keine Wahlempfehlung abgeben. Denn beide Kandidaten sind aus verschiedenen Gründen meiner Meinung nach nicht ausreichend für das Amt des Landrats geeignet.

Alle Ergebnisse: https://www.landkreis-coburg.de/wahlen/landratswahl2019/0004730000000.html

Meine Ergebnisse: https://www.landkreis-coburg.de/wahlen/landratswahl2019/0004730000000_OEDP_karte.html

Coburgs Entwicklungspotential liegt im Norden

Gerade eben ging anlässlich der Coburger Landratswahl die letzte geplante Pressemitteilung raus. Fortsetzung folgt gegebenenfalls im Vorfeld der Stichwahl am 10. Februar.

Coburgs Entwicklungspotential liegt im Norden

Martin Truckenbrodt (ÖDP) betrachtet die bisherige Zusammenarbeit mit Sonneberg nur als ersten Schritt

Martin Truckenbrodt, Coburger Landratskandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), arbeitet seit Mai 2015 beim drittgrößten Arbeitgeber im Landkreis Hildburghausen. „Uns fehlen bei Fuchs vor allem Elektriker und Schlosser, aber auch Mitarbeiter in der Produktion. Immer noch gibt es jedoch zwei unterschiedliche Lohntabellen für den Standort in Thüringen und den Hauptsitz in Niedersachsen. Lediglich bei den Azubigehältern hat man kürzlich mit Erfolg deutlich nachgelegt. Mich betrifft das als IT-Spezialisten zwar nicht, aber man macht sich natürlich auch Gedanken über die Zukunft des Unternehmens.“, erzählt der gebürtige Coburger, der vor seinem Arbeitgeberwechsel 2015 beruflich stets in Stadt und Landkreis Coburg verortet war. „Der Personalmangel ist für viele Unternehmen im heutigen Südthüringen, genauso auch wie in Stadt und Landkreis Coburg, das größte und wichtigste Problem. Und so langsam erkennt man, dass man dieses nur mit einer Angleichung der Löhne an das Niveau im benachbarten Unter- und Oberfranken lösen kann.“ Hierin sieht Truckenbrodt wiederum eine Gefahr für die Coburger Wirtschaft. Schon heute pendeln etliche Arbeitnehmer aus dem Landkreis und der Stadt Coburg in die Landkreise Sonneberg und Hildburghausen aus. Diese würden dann noch deutlich mehr werden. „Ich gehe davon aus, dass sich die Löhne in Südthüringen in den nächsten fünf bis max. zehn Jahren insbesondere, in der Industrie, an das Niveau im benachbarten Nordbayern angepasst haben werden. Die einzig sinnvolle Reaktion auf diese Entwicklung wäre es schon heute proaktiv die wirtschaftliche Zusammenarbeit ländergreifend auszubauen. Das Motto muss lauten: Kooperation zum Wohle aller anstatt unnötiger Konkurrenz.“ Als 1. Vorsitzender des überparteilichen Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken e.V. wirbt Martin Truckenbrodt seit mehr als vier Jahren für einen Beitritt des Landkreises Hildburghausen zum Europäischen Wirtschaftsraum der Metropolregion Nürnberg. „Man tut sich im Hildburghäuser Kreistag, anders als im Sonneberger Kreistag, leider sehr schwer mit diesem Thema. Landrat Thomas Müller (CDU) hat zwar einen ersten konkreten Auftrag bekommen in dieser Angelegenheit tätig zu werden, scheint dies jedoch zumindest bis zu den Kommunalwahlen in Thüringen Ende Mai auszusitzen. Die IHK Südthüringen arbeitet laut unserer Informationen vor allem im Hintergrund massiv dagegen. Für beides haben wir in unserem Verein kein Verständnis und können es nur als verantwortungsloses und rückwärtsgewandtes Verhalten bezeichnen.“

Es gäbe noch mehr Themen, bei denen länderübergreifende Kooperationen sinnvoll sind oder wären. In Sachen Tourismus könne da vor allem in Richtung Hildburghausen noch mehr laufen. Dass Coburg und Lichtenfels touristisch innerhalb des Tourismusverbands Franken seit wenigen Jahren wieder getrennte Wege gehen, sei unschön, aber letztendlich nachvollziehbar. Es wäre dann nur konsequent gewesen, dass die Tourismusregion Coburg.Rennsteig gegründet wurde. Dies zeige auch sehr deutlich, dass die historisch gewachsenen Strukturen und Verbindungen immer noch bedeutend sind. Man müsse diese nicht extra manifestieren, aber man könne diese sinnvoll nutzen. Wichtig sei es hier, dass man sich im gesamten Coburger Land noch wesentlich stärker vom längst überholten Ost-West-Denken löst. Nur so könne man nachhaltig Zukunft gestalten. Auf die Themen ÖPNV und Eisenbahnlückenschluss ist der Landratskandidat der ÖDP bereits die letzten Wochen eingegangen. Viel Potential sieht der ÖDP-Politiker auch noch im kulturellen Bereich, u.a. bei Museen, Festivitäten, Vereinsaktivitäten und beim Sport im länderübergreifenden itzgründisch-mainfränkischen Kulturraum. „Sollte man irgendwann mal in Deutschland doch noch eine allgemeine und bundesweite Neugliederung des Bundesgebietes angehen, bieten sich noch ganz andere Möglichkeiten. Dann wäre u.a. der Neuzuschnitt von Landtags- und Bundestagswahlkreisen gerade auch für den Landkreis Coburg deutlich einfacher, als sich dieser heute gestaltet, siehe Geroldsgrün. Aber bis dahin fließt sicherlich noch so einiges Wasser die Itz hinunter in den Main! Denn so manche Berufspolitiker würden dann ja auch ihre Jobs verlieren.“, schließt der ursprünglich aus Untersiemau stammende Landratskandidat ab.

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Nur sehr gute Rückmeldungen auf den Regionentalk

Kompletter Mitschnitt:

Anlässlich meiner Beteiligung an der Podiumsdiskussion vorgestern im Coburger Kongresshaus haben mich nur sehr positive Rückmeldungen erreicht:

Ich habe sehr sympathisch gewirkt und mich mit guten Redebeiträgen und vor allem mit klaren Aussagen gut von meinen Mitbewerbern und meiner Mitbewerberin unterscheidbar gemacht.

Ich bin es sowohl seit mehr als 25 Jahren als Live-Musiker als auch seit mehr als fünf Jahren als Vorsitzender des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken und als Lektor gewohnt auf der Bühne, vor Publikum, vor der Fernsehkamera oder dem Mikrofon das Radiomoderators zu stehen oder zu sitzen. Lampenfieber habe ich hier mittlerweile kaum noch.

Das Coburger Tageblatt ging in einem nicht online verfügbaren Beitrag vom 17. Januar auch ausführlich auf meine Gelassenheit ein. Die beiden Kommentatoren liegen mit ihrer Ursachenforschung allerdings daneben.

Zusammenfassung von iTV Coburg:

Weitere Zusammenfassung von Radio Eins:

Links zu den Berichten über die Veranstaltung:

https://www.np-coburg.de/region/coburg/Der-Unterschied-liegt-im-Detail;art83420,6525657

https://www.infranken.de/regional/coburg/coburger-regionentalk-zur-landratswahl-schlagabtausch-lockt-massen-an;art214,3983667

https://www.infranken.de/regional/coburg/kandidaten-auf-dem-pruefstand-grosser-andrang-beim-coburger-regionentalk-zur-landratswahl;art214,3985865 (kostenpflichtig)

Martin Truckenbrodt (ÖDP): „Die Kreisfreiheit der Stadt Coburg muss in Frage gestellt werden!“

Martin Truckenbrodt (ÖDP): „Die Kreisfreiheit der Stadt Coburg muss in Frage gestellt werden!“

Coburger Landratskandidat sieht viele unnötige Probleme in Stadt und Landkreis und nur einen Nutznießer

Die Stadt Coburg ist gemäß ihrer Einwohnerzahl von gut 41.000 Einwohnern die zweitkleinste kreisfreie Stadt im Freistaat Bayern. Martin Truckenbrodt, aktuell Coburger Landratskandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), sieht die Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit des Status einer kreisfreien Stadt grundsätzlich nur für Großstädte gegeben. Als Großstädte betrachtet man in der Regel Städte mit einer Einwohnerzahl von mindestens 100.000 Einwohnern. Diese Einwohnzahl erreichen in Bayern aktuell acht Städte, die Hälfte davon liegt im fränkischen Norden des Bundeslandes. Martin Truckenbrodt stellt unter diesen Gesichtspunkten die Kreisfreiheit der Stadt Coburg in Frage. Die aktuelle Situation von Landkreis und Stadt Coburg bestätige sehr deutlich diese Sichtweise. Es gäbe nur unnötige Probleme und erhöhten Verwaltungsaufwand, u.a. bei den Schulen, im ÖPNV, bei der Städteplanung und beim Straßenbau, bei Versorgungsbetrieben und in der Abfallwirtschaft. Auch beim Tourismus sieht Truckenbrodt negative Auswirkungen. Im Vordergrund stehe hier seit langem sehr deutlich die Vermarktung der wettinisch-obersächsischen Epoche, sprich der Geschichte des Herzogtums und des Hauses Sachsen-Coburg, fast ausschließlich in der Stadt Coburg. Die Vermarktung der vielfältigen und sehr schönen Kulturlandschaft des Coburger Umlandes bleibe hier jedoch sehr auf der Strecke. Hier sieht der in Coburg geborene, aus Untersiemau stammende und seit 2004 in Seltendorf (Landkreis Sonneberg) wohnhafte Landratskandidat der ÖDP noch ein sehr hohes Potential für die Vermarktung des Coburger Landes als Lebensraum und für den Tourismus.

Laut Truckenbrodt gibt es in der aktuellen Situation eindeutig nur einen Nutznießer: die Stadt Coburg. Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises arbeiten in hoher Zahl in Unternehmen in der Stadt Coburg. Die Steuern dieser Unternehmen fließen jedoch ausschließlich in die Kasse der Stadt Coburg, die Rücklagen von 80 Millionen Euro aufbauen konnte. Der Landkreis stattdessen kämpft seit Jahrzehnten mit knapper Kasse und hat Schulden von 32 Millionen Euro. „Aus meiner Sicht ist es deshalb im Sinne eines Solidarprinzips völlig in Ordnung, dass sich der Landkreis Coburg z.B. nicht an der Finanzierung des Landestheaters beteiligt. So kann die Stadt Coburg auf diesem Wege indirekt ihre Kreisumlage an den Landkreis bezahlen. Die vernünftigste Lösung dieser Problematik wäre allerdings die Einkreisung der Stadt Coburg in den Landkreis Coburg. Ich werde es mir als nächster Landrat des Landkreises Coburg zur Aufgabe machen, in der Stadt Coburg für diese mehr als sinnvolle und aus meiner Sicht auch dringend notwendige Maßnahme zu werben.“, kündigt Truckenbrodt an.

Den Status der Stadt Coburg als Oberzentrum sieht der Landratskandidat der ÖDP als völlig losgelöst von dieser Frage. Dieser sei definitiv absolut berechtigt und stehe nicht zur Diskussion. So erfülle die Stadt Coburg die Funktionen eines Oberzentrums auch für große Teile der Landkreise Hildburghausen und Sonneberg. Im aktuellen Thüringer Landesentwicklungsprogramm ist dies zumindest für den Landkreis Sonneberg auch so berücksichtigt und dokumentiert.

Download: Martin Truckenbrodt Die Kreisfreiheit der Stadt Coburg muss in Frage gestellt werden

Martin Truckenbrodt (ÖDP): „München verweigert Zusammenarbeit mit Erfurt!“

Mit folgender Pressemitteilung vom 12.1.2019 spreche ich öffentlich einen Verdacht aus, den ich schon lange habe:

Martin Truckenbrodt (ÖDP): „München verweigert Zusammenarbeit mit Erfurt!“

Coburger Landratskandidat fordert Eisenbahnlückenschluss über Bad Rodach

Mit Schienengüterfernverkehr hat der Eisenbahnlückenschluss Südwestthüringen-Oberfranken (Werrabahn) nach Ansicht von Martin Truckenbrodt, Kandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) zur Coburger Landratswahl, eindeutig nichts zu tun, denn genau dafür wurde die ICE-Neubaustrecke gebaut. In diesem Sinne war es nicht gut, dass die IHKs Coburg und Südthüringen und die Fahrgastverbände Pro Bahn und VCD jahrelang die Werrabahn als zweigleisige und elektrifizierte Güterfernverkehrstrasse im Sinn hatten. Reden diese die letzte Zeit allerdings nun von einem etwa 130 Millionen Euro teuren Projekt, so kann damit nur ein eingleisiger und nicht elektrifizierter Ausbau gemeint sein. Die große Variante hingegen würde laut einer Studie Thüringer Studenten der letzten Jahre etwa 1,5 Milliarden Euro kosten. Truckenbrodt fordert hiermit nun die vier Organisationen auf, hier öffentlich für Klarheit zu sorgen. Der Landratskandidat der ÖDP setzt sich bereits seit drei Jahren als Vorsitzender des überparteilichen Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken e.V. für den Lückenschluss ein. Dieser müsse jetzt so schnell wie möglich kommen, auch um den ICE-Halt in Coburg zu sichern und ausbauen zu können. Mit dem Lückenschluss sei dann u.a. auch ein Regional-Express Eisenach-Coburg-Bayreuth-Eger möglich. Damit wäre das Coburger Land auch gut an den ICE-Bahnhof Eisenach angebunden, wodurch man mit nur einem Umstieg und in weniger als dreieinhalb Stunden Fahrzeit nach Frankfurt am Main und zum dortigen Flughafen käme. In östlicher Richtung würde sich mit diesem neuen Regional-Express die Anbindung an die zukünftigen IC-Linien Karlsruhe-Lichtenfels-Leipzig und Regensburg-Marktredwitz-Dresden deutlich verbessern. „Wer dieses Potential erkennt, merk recht schnell, dass es hier bei weitem nicht nur um eine Regionalbahn zwischen Coburg bzw. Bad Rodach und Hildburghausen geht!“ Der Landratskandidat der ÖDP führt die bisherige Untätigkeit der Bayerischen Staatsregierung auf einen ganz politischen Grund zurück: Die CSU-geführte Bayerische Staatsregierung sei lediglich aus ideologischen Gründen nicht gewillt mit der aktuellen Rot-Rot-Grünen Thüringer Landesregierung zusammen zu arbeiten. „Ilse Aigner ist nun nicht mehr bayerische Verkehrsministerin und das Umweltministerium ist durch einen sehr am ÖPNV interessierten Politiker der Freien Wähler besetzt. Das gibt Hoffnung, dass ich als neuer Coburger Landrat in dieser Sache dann auch in München Gehör und Interesse finden werde.“, erklärt Truckenbrodt. Aus verschiedenen Gründen hält Martin Truckenbrodt nur die Variante über Bad Rodach für realisierbar. „Nicht zuletzt ist hier mit deutlich weniger Landschafts- und Flächenverbrauch zu rechnen. Mit einer nördlichen Umfahrung der Stadt Bad Rodach gibt es die Möglichkeit für eine Streckenführung, die sich in die Landschaft sehr unauffällig einschmiegt, wahrscheinlich sehr zurückhaltende Erdbewegungen und nur einzelne sehr niedrige Brückenbauwerke über Mulden hinweg werden notwendig sein. Da sowohl die verbliebene Strecke der Werrabahn als auch die Strecke Hochstadt-Kirchenlaibach nicht elektrifiziert sind, macht es hochgradig Sinn auch zur Kosteneinsparung den Regional-Express Eisenach-Eger mit Lokomotiven mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb zu betreiben. Im September 2018 ging in Deutschland die erste Bahnlinie mit entsprechenden Zügen in Betrieb. Nach den ersten drei Monaten im Regelbetrieb sind alle Beteiligten sehr zufrieden damit.“, schließt Truckenbrodt ab.

Martin Truckenbrodt München verweigert Zusammenarbeit mit Erfurt

ÖPNV muss konsequent kreis- und länderübergreifend gedacht werden

Folgende Pressemitteilung haben wir in KW 2 verschickt:

ÖPNV muss konsequent kreis- und länderübergreifend gedacht werden

Landratskandidat Martin Truckenbrodt (ÖDP) sieht immer noch großen Handlungsbedarf

Schülerverkehr, umweltbewusste Urlauber und Arbeitnehmer, Stärkung des ländlichen Raumes – für all diese Punkte sieht Martin Truckenbrodt, Landratskandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), noch erheblichen Bedarf und hohes Potential beim ÖPNV. Es gäbe zwar mit den kommunalen Verkehrsverbünden Sonneberg/Neustadt bei Coburg und neuerdings auch Hildburghausen/Bad Rodach auch löbliche Ausnahmen. Aber solche Initiativen zeigen jedoch wiederum sehr deutlich, dass es leider nach wie vor an großräumiger ausgelegten Lösungen fehlt. Fundamental ist es aus seiner Sicht, dass einheitliche und einfache Ticketsysteme eingeführt werden. Im Bereich Coburg/Hildburghausen/Sonneberg müsse das Ziel verfolgt werden, dass man mit maximal zwei Umstiegen und nur einem einzigen günstigen Ticket in der gesamten Region von A nach B kommt. Aus seiner neuen Heimat, seit 2004 wohnt der gebürtige Coburger aus Untersiemau in Seltendorf bei Effelder im Landkreis Sonneberg, kennt er das Problem, dass Tickets der Südthüringen-Bahn (STB) deutlich teurer sind als die der parallel verlaufenden Buslinien. Dort werden Schüler auch nur mit nicht selten überfüllten Bussen transportiert, obwohl in vielen Fällen die Nutzung der STB wesentlich komfortabler wäre. Im Landkreis Coburg sieht es diesbezüglich erfreulicherweise schon etwas besser aus. Aber auch hier gibt es überfüllte Busse.

Ganz dringend fehle ein kreis- und länderübergreifender ÖPNV zwischen Hildburghausen, Bad Rodach, Bad Königshofen, Ebern und Coburg. Das Deutsche Burgenmuseum, der Tourismus im Rodachtal, im Grabfeld und im Naturpark Haßberge, das Gymnasium und das SBSZ in Hildburghausen, die Gymnasien in Coburg, die Privatschule Haubinda und die Walldorfschule in Callenberg besitzen schon viele Jahre ein Einzugsgebiet welches keine Kreis- und Ländergrenzen kennt. Hier sieht Truckenbrodt sehr hohes Potential für gute Fahrgastzahlen im ÖPNV. Ein solches Netz kann kostensparend auch mit kleineren Bussen betrieben werden, wie diese die letzten Jahre immer häufiger zum Einsatz kommen. Grundsätzlich sei eine Mitgliedschaft der drei Landkreise im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) sinnvoll. Man könne aber auch alternativ über einen Verkehrsverbund für das heutige Südthüringen und die benachbarten Bereiche Unter- und Oberfrankens nachdenken. Hier muss jedoch eine möglichst komfortable Verknüpfung mit den dann benachbarten Verkehrsverbünden kommen.

Für das Radwegenetz und auch das Wanderwegenetz sieht Martin Truckenbrodt ebenfalls noch Potential für einen weiteren Ausbau und für Optimierungen. Dieses Thema müsse noch wesentlich stärker unter touristischen Gesichtspunkten bearbeitet werden. Beim Wanderwegenetze sieht der heimatgeschichtlich sehr interessierte Landratskandidat der ÖDP vor allem auch noch die Möglichkeit des länderübergreifenden Zusammenführens überregionaler Wanderroten, wie dies in Einzelfällen schon praktiziert wird. Hier ist aus seiner Sicht vor allem auch der Tourismusverband Franken gefragt, dem auch das Untere und Obere Werratal, als neue Tourismusregion Henneberger Land, beitreten sollten. „Konkurrenzdenken ist gerade beim Tourismus tödlich. Zielführend sind ausschließlich Kooperation und großräumigeres Denken. Hier sind wir dann schnell bei den historisch gewachsenen Kulturlandschaften. Hildburghausen und Sonneberg stehen im Norden Frankens diesbezüglich Coburg wesentlich näher als das Obere Maintal und der Fränkische Jura.“, stellt Truckenbrodt fest.

Wer umweltbewusst verkehrspolitisch agiere, könne allerdings nicht den Bedarf und die Interessen des Individualverkehrs und damit des Arbeitsmarktes völlig ignorieren. Leider habe man es kürzlich bei der Erneuerung der Ortsverbindung von Weißenbrunn vom Wald nach Almerswind versäumt, diese hochwassersicher auszubauen. Diese stark frequentierte Tagespendlerstrecke wird an Bedeutung noch deutlich zunehmen, wenn sich die nächsten Jahre das Lohnniveau in Südthüringen dem Niveau des benachbarten Nordbayerns anpasse. Dieser Entwicklung sei in ihren Anfängen bereits deutlich feststellbar.

ÖPNV muss konsequent kreis- und länderübergreifend gedacht werden

Landratskandidat der ÖDP: „Neues Klinikum in Coburg? Ja, aber …“

Eine aktuelle Pressemitteilung zu den Themen Klinikneubau in Coburg und Defizit REGIOMED.

Landratskandidat der ÖDP: „Neues Klinikum in Coburg? Ja, aber
…“

Martin Truckenbrodt fordert Umstrukturierung von REGIOMED Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Bringt man verschiedene Punkte und Aspekte zusammen und wiegt diese gegeneinander auf, so kann laut Martin Truckenbrodt, Kandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) zur Landratswahl in Coburg, nur ein Neubau eines Klinikums in Coburg dabei heraus kommen. Auch wenn es sehr schade ist, dass das heutige Coburger Klinikum teilweise nur wenige Jahrzehnte alt ist, müsse man jetzt Nägel mit Köpfen machen. Die ÖDP im Kreisverband Coburg-Kronach lehnt jedoch einen Neubau auf der Grünen Wiese entschieden ab und fordert die Nutzung brachliegender Grundstücke, wie etwa dem alten BGS-Gelände. Das ehemalige BGS-Gelände sei zudem verkehrstechnisch sehr gut gelegen. Wenn dort Altlasten vorhanden sein sollten, dann müssen diese eh beseitigt werden.

Wichtig sei, dass auf eine nachhaltige Bauweise wertgelegt wird, welche eine möglichst positive Energiebilanz aufweist und einen Betrieb der Gebäude des Klinikums für mindestens 80 Jahre gewährleistet. Auch die Idee eines Klinikcampus befürwortet der Kandidat der ÖDP. Hier müsse nur Wert darauf gelegt werden, dass alle hier räumlich zusammengefassten Einrichtungen unter einer gemeinsamen Trägerschaft betrieben werden. Es könne nicht sein, dass z.B. privatwirtschaftlich betriebene Einrichtungen einseitig von Infrastruktur profitieren, welche von der Öffentlichen Hand finanziert und getragen werden.

Besonders wichtig sei es auch, dass alle weiteren Kliniken im REGIOMED-Verbund erhalten bleiben. Es müsse nicht jedes Krankenhaus eine vollwertige Notaufnahme aufweisen. In diesem Sinne können einzelne kleinere Fachabteilungen auch auf kleinere Kliniken verlagert werden. Hierbei sind unbedingt die Interessen des Personals zu berücksichtigen, insbesondere auch zu Zeiten des Pflegenotstands. REGIOMED muss seinen Charakter als Verbund behalten. Als dem Allgemeinwohl dienende öffentliche Einrichtung sollte man der Versuchung widerstehen unter vermeintlichen Gründen der Kostenreduzierung Standorte zusammenzufassen und zu zentralisieren. So manches privatwirtschaftliche Unternehmen hat hier auch schon lernen müssen, dass dezentrale Strukturen unter dem Strich doch oft die effizienteren Strukturen sind.

Das jüngst bekanntgewordene Defizit der REGIOMED-Klinken für das Jahr 2018 bezeichnet Truckenbrodt als schwerwiegend. Diesem steht aber immerhin auch ein Jahresumsatz von mehr als 300 Millionen Euro gegenüber, was die Bedeutung des Defizits zumindest etwas relativiert. „Die Ursachen für das Defizit scheinen ausschließlich direkt in der ehemaligen Geschäftsführung beheimatet gewesen zu sein und sind deshalb hoffentlich bereits für die Zukunft beseitigt. Aus meiner Sicht braucht es für REGIOMED keinen Hauptgeschäftsführer. Stattdessen müssen die drei anderen Geschäftsführer beratende und berichtende Mitglieder des Aufsichtsrats werden, alle drei am Qualitätsmanagement beteiligt werden und deren Funktion als Schnittstelle zu den einzelnen Kliniken muss stärker betont werden. Den einzelnen Kliniken selbst muss aber eine möglichst hohe Autonomie erhalten bleiben. Wichtig ist es jetzt, den Ball zum Defizit wieder etwas flacher zu halten. Denn ein Imageverlust könnte für REGIOMED nun deutlich schwerwiegendere wirtschaftliche Folgen haben.“, stellt Truckenbrodt fest.

Download: Landratskandidat der ÖDP Neues Klinikum in Coburg Ja aber